Bärlauch (Allium ursinum) ist Knoblauch für den Wald — und tatsächlich enthält er ähnliche Schwefelverbindungen mit vergleichbarer Heilwirkung. Jedes Frühjahr lockt er Sammler in die Wälder. Doch Vorsicht: Die Verwechslung mit Maiglöckchen oder Aronstab kann tödlich sein.
Inhaltsstoffe und Heilwirkung
Bärlauch enthält Allicin, Ajoene und andere Schwefelverbindungen — ähnlich wie Knoblauch, aber mit frischerem, milderem Geschmack. Zusätzlich ist er reich an Vitamin C, Eisen und Chlorophyll.
- Allicin (antibakteriell, blutdrucksenkend)
- Ajoene (blutgerinnungshemmend)
- Vitamin C (250 mg/100 g — 3x mehr als Zitronen)
- Eisen und Kalzium
- Chlorophyll (entgiftend, basisch)
Anwendung als Frühjahrskur
Die traditionelle Frühjahrskur mit Bärlauch unterstützt die Entgiftung nach dem Winter, stärkt das Immunsystem und reguliert Blutdruck und Cholesterin.
Bärlauch-Pesto
100 g frische Bärlauchblätter waschen, trocknen. Mit 50 g Pinienkernen, 50 g Parmesan, 100 ml Olivenöl, Salz und Pfeffer im Mixer zerkleinern. Kühl lagern, hält 1 Woche. Über Pasta, Brot oder Suppen.
ACHTUNG: Verwechslungsgefahr!
Sicherheitsregel: Im Zweifelsfall NIE pflücken. Nur an bekannten Stellen sammeln oder im Handel kaufen. Der Geruch ist das sicherste Erkennungsmerkmal — aber Hände waschen nach dem Sammeln, damit keine Übertragung vom Bärlauch auf Giftpflanzen stattfindet.
Häufige Fragen (Bärlauch)
Eindeutigstes Merkmal: intensiver Knoblauchgeruch beim Zerreiben des Blattes zwischen den Fingern. Bärlauch hat matte Blattunterseite, ein Blatt pro Stiel. Maiglöckchen riecht nicht nach Knoblauch und hat glänzende Blätter.
Ja! Bärlauch frisch ernten, waschen, trocknen und portionsweise einfrieren. Hält 6–12 Monate. Oder als Pesto einmachen — mit einer Schicht Olivenöl oben gut halten.
Saison: März bis Mai, je nach Region. Bärlauch wächst in schattigen, feuchten Laubwäldern oft in großen Teppichen. Am intensivsten vor der Blüte.